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By Jens Greve, Annette Schnabel, Rainer Schützeichel

ISBN-10: 3531154362

ISBN-13: 9783531154367

Im Mittelpunkt dieses Bandes steht die Diskussion eines (oder des? ) leitenden Paradigmas der Soziologie. Dieses Modell trägt der Forderung des methodologischen Individualismus Rechnung, Veränderungen von Makro-Phänomenen über den Umweg der Mikro-Ebene, additionally über die Entscheidung von Akteuren, sowie deren Aggregation zu erklären. Im Mittelpunkt steht dabei die those, dass vornehmlich die Makro-Phänomene von soziologischem Interesse seien, diese sich aber eben nur durch die Rückführung auf das Handeln individueller Akteure vollständig aufklären ließen.

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Die Kernthese lautet, dass die drei kennzeichnenden Annahmen des nichtreduktiven Individualismus, wie ihn Sawyer und im Anschluss an ihn Albert behaupten, nicht widerspruchsfrei vertreten werden können. Dies entnehme ich einer Kritik Jaegwon Kims an der analogen Figur in der Philosophie des Geistes und plädiere entsprechend für einen reduktiven Individualismus. Ich führe dies gleich noch aus, die Grundüberlegung lässt sich aber einfach zusammenfassen. Wenn der nicht-reduktive Individualismus ein Individualismus bleiben möchte, weil soziale Eigenschaften immer in individuellen Eigenschaften realisiert sein müssen, dann ist nicht zu sehen, wie es eigenständige kausale Einflüsse des Sozialen geben kann, da dasjenige, was das kausale Potential der sozialen Eigenschaften ausmacht, immer auch in den Individuen realisiert sein muss – entsprechend ist der Einfluss des Sozialen auf Individuen ein Einfluss von Individuen auf Individuen.

Das wäre für unsere ontologischen Zwecke aber unnötig aufwendig und würde nur von der eigentlichen Argumentationslinie ablenken. Das typische Handeln wäre also eine Eigenschaft im Sinne eines Sachverhaltstypus und nicht das konkrete Handeln als Sachverhalt bzw. (sachverhaltsartiges) Ereignis. Dazu müssten wir die zeitlichen Abschnitte von Partikularien einführen, was wir hier aber nicht tun werden. Sachverhalte in der Badewanne 37 würde nur die Komplexität der strukturellen Eigenschaft erhöhen, aber ansonsten zu keinen wesentlichen Änderungen unserer Argumentation führen.

Und wenn wir dann von Akteursgesetzen sprechen, Handlungstheorien formulieren, so sind mit den involvierten Gesetzen Sachverhalte höherer Ordnung bezeichnet. Schließlich müssen wir zum einen noch die Logik der Situation behandeln: Die hier aufgestellten Brückenhypothesen stellen keine kausalen Gesetzesbeziehungen dar, aber wie auch immer diese Makro-Mikro-Hypothesen zu charakterisieren sind, sie beziehen sich, da sie historisch spezifisch sind und Randbedingungen erfassen, auf Sachverhalte, die Beziehungen als Bestandteile enthalten.

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Das Mikro-Makro-Modell der soziologischen Erklärung: Zur Ontologie, Methodologie und Metatheorie eines Forschungsprogramms by Jens Greve, Annette Schnabel, Rainer Schützeichel


by Steven
4.2

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